Projekt: SPIRIT
SPIRIT meint „Strategien und Potenziale einer intelligenten und richtungsweisenden Integration neuer Technologien für Organisationen“. Dieses Projekt antwortete auf die Änderungen in der Art des Wirtschaftens – hervorgerufen insbesondere durch die ständig steigenden Anwendungsmöglichkeiten des Internets und anderer computergestützter Technologien zur Verknüpfung von Geschäftsprozessen. E-Business (Electronic Business) – elektronisch gestützte Geschäftsprozesse – hat den Strukturwandel dermaßen beeinflusst, dass einige Fachleute von der „informationstechnischen Revolution“ sprachen. Die Auswirkungen auf die Unternehmen (effizienteres Wirtschaften) und auf die Arbeitsbedingungen der MitarbeiterInnen standen im Mittelpunkt des Projekts, das in Kooperation mit dem Competence Center E-Business an der Universität Trier (ceb), dem Institut für Mittelstandsökonomie (INMIT) und der Haas School of Business at the University of California durchgeführt worden ist.
Diskussionen um die „informationstechnische Revolution“ zeigten, dass Faktoren wie Qualifikation, Motivation und Kreativität der Beschäftigten eine tragende Bedeutung für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit haben. Damit entstanden neue Chancen, Humanisierung der Arbeit, Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmenseffizienz zu verbinden. Im Kern des Forschungsvorhabens stand die Frage, wie es gelingen kann, die MitarbeiterInnen dafür zu gewinnen, die Integration und Realisierung von E-Business-Konzepten mit zu tragen und zu gestalten.
Grundlage dafür war die Entwicklung von menschengerechten und effizienten E-Business-Transformationskonzepten und -maßnahmen. Zur Erreichung dieses Ziels wurden in Unternehmen, die im Begriff waren, E-Business einzuführen, bzw. in Unternehmen, die E-Business bereits eingeführt hatten, die folgenden zentralen Erfolgsfaktoren analysiert:
- Wertschöpfungsprozesse und Beziehungssysteme innerhalb der Unternehmen
- Arbeits- und Kommunikationsprozesse im Unternehmen und den Partnerunternehmen
- Qualifizierung und Beteiligung von betrieblicher Interessenvertretung bzw. den Beschäftigten
Die die Ergebnisse wurden ausführlich in Form eines Forschungsberichts dokumentiert, der 2004 im Verlag Vahlen, München erschienen ist: „Arbeit im E-Business – Auswirkungen neuer Informationstechnologien auf Kommunikations-, Arbeits- und Geschäftsprozesse“. Herausgeber des Sammelbandes sind Michael Jäckel und Rolf Weiber. Das Projekt wurde von November 2001 bis Juni 2004 im Rahmen der Ausschreibung „Arbeit im E-Business“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt.
